Ionic 4, Stencil und Capacitor: ein Überblick der Technologien

Ionic 4, Stencil und Capacitor: ein Überblick der Technologien

Ionic 4, Stencil und Capacitor: ein Überblick der Technologien

Mit Ionic 4 wurde vor kurzem die erste Beta-Version des neuen Frameworks veröffentlicht. Was genau Ionic ist, ob es sich dabei nicht doch eher über ein User Interface auf der Basis von Angular handelt und was genau Stencil und Capacitor damit zu haben, zeigen wir Ihnen jetzt – und verraten natürlich auch, was genau Sie davon überhaupt haben!

Ionic 4? Nie gehört!

Dann ändert sich das jetzt: In seiner neuesten Ausgabe ist Ionic eine Art Hybrid aus Framework und UI. Fähige Programmierer können Ionic hervorragend dafür nutzen, PWAs (Progressive Web Apps) und Hybrid-Apps zu erstellen. All das funktioniert mit einfachen, schnellen Mitteln wie HTML5, CSS und JavaScript. Die Basis stammt dabei wiederum von Angular, was seinerseits ein Web-Framework auf der Grundlage von JavaScript ist.

Klingt komplex? Stimmt! Im Kern könnten wir auch sagen, dass Angular die App strukturell aufbaut, während sich Ionic um das User Interface kümmert. Die eigentliche „Arbeit“ im Hintergrund verrichtet somit Angular, Ionic liefert „nur“ ein großartiges UI noch nebenbei mit. Weiterhin stellt Ionic jenes Nutzerinterface auch für React und Vue.js bereit. Insgesamt entsteht so ein umfangreiches Gesamtpaket, das die Stärken der genannten Web-Frameworks mit einer sehr viel besseren Erfahrung für Entwickler kombiniert.

Eine große Neuerung von Ionic 4, das bis auf Weiteres noch in der Beta-Phase stecken wird, ist der (wiedergefundene) Fokus auf Web Components. Damit möchten die Entwickler hinter Ionic dafür sorgen, dass das Design von PWAs einfacher wird. Passend dazu gibt es ein PWA-Toolkit, das schon seit Anfang 2018 verfügbar ist. Das Ziel hinter all diesen Maßnahmen ist es unter anderem, Ionic stärker auf das auszurichten, was es eigentlich können soll: eine UI Library für diverse Frameworks für die Web-Entwicklung bereitzustellen.

Stencil und Capacitor als Teil von Ionic 4

Der erhöhte Fokus auf das Web wird auch daran deutlich, dass die Entwickler von Ionic als Teil des PWA-Toolkits einen neuen Compiler mitgeliefert haben. Der hört auf den Namen Stencil und ist speziell auf die Erstellung von Web Components und PWAs ausgerichtet. Es handelt sich um eine komplette Eigenentwicklung, die nun auch als Open-Source-Projekt verfügbar ist (bei Interesse: https://github.com/ionic-team/stencil). Sinn und Zweck von Stencil ist es, Ionic plattformagnostisch zu machen – ansonsten wäre es auch kaum möglich, alle erdenklichen Frameworks unter einem Dach zu vereinen.

Capacitor hingegen ist ein ebenfalls noch sehr junges Projekt (in der Alpha-Phase). Das Projekt erlaubt es, Capacitor anstelle von etwa Cordova zu verwenden und dadurch die Funktionalität nativer Apps auf einem Gerät in webbasierte PWAs einzufügen. Damit können Sie sich Capacitor auch als eine Art Brücke zwischen dem Browser und Web-Apps und dem physischen Gerät in Ihren Händen betrachten. Am Ende lautet das Ziel von Capacitor, native PWAs bereitzustellen. Interessenten können sich unter https://capacitor.ionicframework.com/ ein wenig genauer ins Thema einlesen.

Alles klar – aber was bringt mir das?

Ihnen hilft Ionic 4 vor allem indirekt: Da eine einheitliche Codebasis entsteht, ist die Art der Plattform völlig nebensächlich. Ob wir für Sie etwas für Web programmieren oder für mobile Betriebssysteme wie iOS und Android oder auch für Desktop-Umgebungen wie macOS, Windows oder Linux, ist ganz egal. Dies spart Entwicklungskosten, wodurch dann am Ende Sie profitieren – denn Sie müssen für ein bestimmtes Programm einfach weniger Geld in die Hand nehmen. Weiterhin sind Sie dadurch natürlich auch flexibler. Wenn Sie bemerken, dass Sie eine App für iOS doch noch auf Android portieren möchten, können Sie einfach kurz Bescheid sagen. Wir kümmern uns dann um den Rest und Sie haben innerhalb kurzer Zeit eine beinahe identische App.

Das erhöht dann natürlich auch die Kundenreichweite. Windows ist beispielsweise zwar das vorherrschende Betriebssystem auf dem Desktop, aber Apple-Nutzer für macOS gibt es schließlich auch genug. Möchten Sie also diese potenziellen Kunden aus dem Apple-Universum ebenfalls gewinnen, ist das – wie bereits gesagt – an einen nur minimalen Aufwand gebunden. Mehr Reichweite bedeutet dann auch mehr Umsatz und Gewinn. All das bekommen Sie, weil wir auf Ionic 4 setzen. Sie selbst und auch Ihre Kunden bekommen davon gar nichts mit, und genau so sollte es auch sein. Bei mehr Fragen zum Thema stehen wir natürlich gerne zur Verfügung, um Sie persönlich oder auch Ihr Unternehmen umfangreich zu beraten.

Ionic 4 als Alleskönner?

Im Kern liefert Ionic 4 damit zunächst eine gewisse technische Unabhängigkeit. Identifizieren Entwickler beispielsweise React für ein bestimmtes Projekt als besseres Framework, aber in einem anderen Projekt ist Angular besser geeignet, führt dies niemals zu einer großen Veränderung bei der Entwicklung. Ionic 4 wird nach wie vor das Interface bereitstellen, mit dem Entwickler zur Tat schreiten. Eine All-in-one-Lösung wie diese ist ganz einfach bequem – und führt letztendlich auch für Kunden wie Sie dazu, dass Entwicklungskosten sinken und Sie flexibler bei der Auswahl der Zielplattformen werden.

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